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02.09.2017, 20:38 Uhr
 
Wirtschaft
Eine gute wirtschaftliche Entwicklung für unser Land setzt eine gute Infrastruktur, eine klare Handlungsstrategie und gemeinsames Handeln der Partner Land, Kommunen und Wirtschaft voraus. Der Erhalt und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen sichern den Wohlstand unseres Landes.
 
Mein Ziel ist es, dass die regionale Strukturpolitik des Landes Niedersachsen für unseren Landkreis mindestens bis 2028 auf die Förderung und Begleitung des Strukturwandels im Helmstedter Revier in der Nachfolge der Braunkohleförderung und -verstromung ausgerichtet wird.
 
Ich setze mich für eine bessere Verbindung zwischen dem Oberzentrum Wolfsburg und dem Mittelzentrum Helmstedt ein. Der Ausbau der Bahnverbindung über die Weddeler Schleife muss den Anschluss Helmstedts berücksichtigen.

Mir ist wichtig,
dass insbesondere auch junge Menschen im Landkreis Helmstedt eine sichere Arbeitsmarktlage vorfinden, die ihnen und ihren Familien eine solide Lebensgrundlage bietet.
Veronika Koch informiert sich über die Zukunftsprojekte im Landkreis Helmstedt.
Aus dem Ende der Braunkohleförderung und -verstromung müssen Chancen für den Landkreis Helmstedt erwachsen. So muss mit der Planung der Nachnutzung des Standortes Buschhaus nach dem Ende der Vorhaltung des Kraftwerkes als Reserve schon jetzt begonnen werden. Dazu müssen ein Regionalmanagement entwickelt und strategische Partner gefunden werden.
 
Am ehemaligen Braunkohle-Standort Buschhaus kann so mittelfristig ein attraktives Industrie- und Gewerbegebiet entstehen, das über die Bundesstraße 244 gut angebunden ist. Dieses Industrie- und Gewerbegebiet wird dazu beitragen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Süden des Landkreises zu stärken.
 
Daneben müssen weitere Gewerbegebiete geplant bzw. die bereits ins Auge gefassten Gewerbegebiete an der A2 zur Baureife entwickelt werden. Gerade hier ist eine Partnerschaft z.B. mit der Wolfsburg AG anzustreben.
 
Die Ansiedlung neuer Betriebe in den neu entstehenden Gewerbegebieten muss zu zusätzlichen Arbeitsplätzen führen und darf nicht allein der Verlagerung bestehender Arbeitsplätze innerhalb des Landkreises dienen. Trotzdem muss man bestehenden Betrieben mit Veränderungsbedarf und Erweiterungspotential Möglichkeiten aufzeigen, diesen in den neuen Gewerbegebieten zu realisieren.
 
Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Regionalmanagement ist die Verbesserung der Wirtschaftsförderung im Landkreis Helmstedt durch eine gute Zusammenarbeit der dafür existierenden Stellen bis hin zur Zusammenführung in einer zentralen Einheit beim Landkreis. Entscheidend ist eine zentrale Anlaufstelle für ansiedlungswillige Unternehmen.
 
Die Stärkung der vorhandenen Betriebe kann z.B. über den Abbau von übermäßiger Bürokratie erfol-gen, die deren Handlungsfähigkeit aktuell einschränkt.
 
Der Landkreis Helmstedt muss für die Ausbildung junger Menschen attraktiv bleiben. Einerseits ist die Ausbildungsfähigkeit über die Stärkung der allgemeinbildenden Schulen sicherzustellen. Andererseits muss erreicht werden, dass mehr Betriebe als bislang ausbilden, z.B. durch eine Lockerung der An-forderungen für die Zulassung als Ausbildungsbetrieb. Der Rückgang der Ausbildungsplätze bei einigen Großbetrieben kann nur durch eine Zunahme von Angeboten bei kleineren Betrieben aufgefangen werden. Nur so ist auch zu gewährleisten, dass die Berufsschule weiterhin die Klassenstärken erreicht, die notwendig sind, um den Unterricht hier vor Ort anbieten zu können. 
 
Der Standortfaktor eines eher niedrigen Mietniveaus muss genutzt werden, um insbesondere Familien zu motivieren, sich im Landkreis niederzulassen. Damit dies aber auch für Pendler nach Wolfsburg attraktiv wird, muss die direkte Bahnanbindung von Helmstedt nach Wolfsburg über die Weddeler Schleife realisiert werden.