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02.09.2017, 20:33 Uhr
 
Schulische Bildung
Guter Unterricht kann nur der sein, der überhaupt stattfindet. Leider sind wir von einer ausreichenden Unterrichtsversorgung sehr weit entfernt. Die Abschaffung aller Förderschulen berücksichtigt nicht, dass es Kinder gibt, die einen geschützten Raum für ihre individuelle Entwicklung benötigen. Kinder beherrschen heutzutage die neuen Medien wie selbstverständlich, haben aber zunehmend Probleme bei den elementaren Grundtechniken wie schreiben, lesen und rechnen. 
 
Mein Ziel ist die Garantie einer verlässlichen und ausreichenden Unterrichtsversorgung – unabhängig von der Schulform.
 
Ich setze mich dafür ein, dass das Kindeswohl bei allen Entscheidungen im schulischen Bereich im Vordergrund steht.
 
Mir ist wichtig, dass die Grundschule ein Bildungsfundament anlegt, das den Kindern hilft, sich selbstsicher und eigenständig Wissen anzueignen und Fähigkeiten zu entwickeln.
 
Auch wenn es schön ist, wieder zuhause zu sein - Veronika Koch ist eine Unterrichtsgarantie wichtig.
In meiner Grundschulzeit habe ich schreiben, lesen, rechnen gelernt; dieses Unterrichtsprogramm ist in der digitalisierten Welt von heute längst erweitert worden durch moderne Medien und Technik sowie die Entwicklung kreativer Kräfte. Aber auch heute muss die Grundschule ein Bildungsfundament anlegen, das den Kindern hilft, sich selbstsicher und eigenständig Wissen anzueignen und Fähigkeiten zu entwickeln: Lateinische Ausgangsschrift, Lesen, Grundrechenarten ohne technisches Hilfsmittel, aber auch den Gebrauch eines Tablets oder Laptops. Die beabsichtigte „Log-In-Offensive“ der Landes-CDU, mit der in den nächsten fünf Jahren die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schu-len ab Klasse 5 flächendeckend im Unterricht mit Laptop oder Tablet arbeiten können sollen, halte ich für eine wichtige Fördermaßnahme.
 
Die Schulzeit in der Sekundarstufe I sollte mit einem vielfältigen Angebot, das z. B. im Landkreis HE gewährt wird, begabungsgerecht fortgesetzt werden. Es sollte ein Abschluss angestrebt werden, der eine breite Plattform für die Berufswahlentscheidung und Weiterbildung zulässt. Heute bieten alle Abschlüsse der Sekundarstufe I (Hauptschul-, Realschul-, erweiterter Realschulabschluss) die Möglichkeit, über die BBS oder die gymnasiale Oberstufe auch einen Abschluss der Sekundarstufe II zu erreichen. Motivation, Lernbereitschaft und -fähigkeit, Aktivierung des Langzeitgedächtnisses helfen beim „Lernen lernen“ und der Kompetenzentwicklung. Jede Schulform bietet dazu mit ihrem Profil und Lernangebot geeignete Wege. Eltern nehmen aktiv diese schulische Qualitätsentwicklung wahr und begleiten aus ihrer Perspektive das Fordern und Fördern, das in Abschlussprüfungen mündet mit Länder übergreifender einheitlicher Aufgabenstellung.
 
Für Kinder mit Handicap und speziellen Lernproblemen muss weiterhin eine Förderschule die Unter-stützung bieten, die Eltern sich jeweils für ihr Kind wünschen. Inklusion ohne diese Wahlmöglichkeit lehne ich ab.
 
Die Ganztagsschule muss entsprechend der Bedarfssituation im Schulvorstand ein Angebot beschließen – dazu sind die personellen Voraussetzungen durch die Landesregierung sicherzustellen. Die Kommunen sollten weiterhin ein Hortangebot machen.
 
Grundsätzlich sollte der Bedarf an Lehrkräften und übrigen schulischen Mitarbeitern längerfristig voraus ermittelt und ein Pool für den Ausgleich von kurzfristigem Unterrichtsausfall gebildet werden. Eine Unterrichtsversorgung von 105% soll verlässlich sein – unabhängig von der Schulform.
Die breite Entwicklung der Persönlichkeit zum „mündigen Bürger“ bleibt das Ziel der 12-jährigen Schulpflicht. Dabei stehen Eltern und Schule gleichermaßen und gemeinsam in der Verantwortung. Mit dem Abitur (G9) sollte die Studierfähigkeit gewährleistet sein.