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02.09.2017, 20:34 Uhr
 
Frühkindliche Bildung
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt Familien und Arbeitgeber vor immer größere Herausforderungen. Das aktuelle Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen deckt den tatsächlichen Bedarf nicht ab. Landkreis und Kommunen tragen zurzeit über 50 % der Kosten der Betreuungsplätze.
 
 
Mein Ziel ist es, die sehr bedeutende und wichtige familiäre Erziehung durch eine umfangreichere und flexiblere Betreuung und Förderung zu ergänzen, so dass Kinder gut vorbereitet nach dem dritten Kindergartenjahr in eine nahe gelegene Grundschule wechseln können.
 
Ich setze mich dafür ein, dass auch Unternehmen zunehmend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die zukünftige Generation gerecht werden.
 
Mir ist wichtig, dass sich das Land Niedersachsen bei der Finanzierung von Betreuungsplätzen wieder stärker einbringt. 
Frühkindliche Bildung beginnt zuhause.
Ich selbst habe als Mutter die nachhaltigen Entwicklungsschritte erlebt, die sich aus liebevoller Zuwendung und gezielter Förderung beim Kleinkind ergeben. Für mich Bürgermeisterin waren diese Er-fahrungen hilfreich beim Ausbau von Krippe, Kindergarten und Einrichtung eines Horts in unserer Gemeinde.
 
Öffentliche Betreuung und Förderung ergänzen die familiäre Erziehung, so dass die Kinder gut vorbereitet nach dem dritten Pflicht-Kindergarten-Jahr in eine nahe gelegene Grundschule wechseln können.
 
Ich möchte alles daran setzen, dass junge Familien im Landkreis Helmstedt ein attraktives Lebensumfeld finden. Dabei spielt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle und damit verbunden auch die Schaffung und den Ausbau eines attraktiven und bedarfsgerechten ganztägigen Betreuungsangebotes. Dabei darf den Eltern die Erziehungsverantwortung nicht genommen werden, denn vorrangig finden die Wertevermittlung und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes im Elternhaus oder im familiären Umfeld statt.
 
Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ist es für junge Familien wichtig, an ihrem Wohnort ein gutes ganztätiges Betreuungsangebot vorzufinden. Die Entscheidung für ein Familienleben auf dem Dorf oder in der Stadt darf nicht länger zum Karriereknick für berufstätige Eltern führen.
 
Eine gute Vernetzung und Kooperation zwischen Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Hortangeboten und Schulen sollen Eltern den Alltag erleichtern und den Kindern eine zuverlässige und liebevolle Betreuung garantieren. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Kinderbetreuung ist die Kindertagespflege. Gut ausgebildete Tagesmütter und –väter tragen ebenfalls dazu bei, dass unsere Kinder liebevoll be-treut werden.
 
Um die Erzieherinnen in ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen, halte ich die Einführung einer dritten Kraft in Kindergartengruppen für sinnvoll.
 
Unsere Kinder haben ein Recht auf eine kindgerechte Entwicklung, auf eine gute Versorgung, das Recht auf Schutz vor seelischer und körperlicher Gewalt, das Recht auf Mitbestimmung und somit das Recht auf eine kindgerechte, liebevolle, frühkindliche Förderung.